Innereien – Ausbeute beim Metzger

Ich habe mich jetzt dazu entschlossen meine große Einkaufstour in zwei kleinere zu splitten. Das macht es für mich und auch die Kinder einfacher, da wir einfach noch etwas vom Tag haben. Grade jetzt im März wo die Sonne beginnt unser aller Herzen zu erwärmen, ist das besonders schön. Freitags steht jetzt also unsere wöchentliche (vielleicht schaffe ich auch eine zweiwöchentliche) Tour zum Metzger nach Wissembourg an. Besonders gefällt mir an unserem neuen Metzger, dass man recht unproblematisch an Innereien kommt, die ja in der traditionellen Ernährung aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte eine wichtige Rolle spielen. Bisher haben wir an Innereien Leber, Nieren, Herz und Knochenmark probiert. Heute hatte unser Metzger allerdings ein ganz besonderes Schätzchen für uns im Sortiment: ein halbes Kalbshirn. Ich habe noch nie Hirn gegessen und wie für die Meisten ist es auch für mich erstmal ein befremdlicher Gedanke. Während mir bei Sarah zu Gast waren, hatte sie auch mal Kalbshirn gegessen, da hatte ich es zum ersten Mal gesehen. Neugierig war ich sofort, aber irgendwie auch gehemmt.

Aber Hirn enthält alles was gut fürs Hirn ist 😉 und deshalb freue ich mich darauf es mal aus zu probieren. Herz war kein Problem für mich aber bei Leber hab ich auch einige Zeit gebraucht, bis ich sie lecker zubereiten konnte. Genauso bei Nieren. Wenn ich ein gutes Rezept für Hirn gefunden hab, werde ich es euch auf jeden Fall in den Rezepten eintragen.

Innereien
Kalbshirn, Hühnerlebern und Kalbsherz – Meine Ausbeute beim Metzger

Weltdownsyndromtag 21.03 – Down Syndrom historisch betrachtet

Heute, am passensten Datum überhaupt – dem 21.03. liegt der Weltdownsyndromtag. Ein Tag um sich die Menschen mit Trisomie 21 in unserer Mitte bewusst zu machen.

Weltdownsyndromtag

Irgendwann zwischen 1850 und 1860 “entdeckte” und beschrieb John Langdon Down erstmals das Down Syndrom ( Nach ihm benannt wurde das Syndrom aber erst 100 Jahre später). Die Geschichte von Langdon Down kann man überall nachlesen, auf diese Zeit möchte ich heute nicht so genauer eingehen, denn ich finde es sehr viel Interessanter, wie das Down Syndrom vor 1800 auftaucht.

Historischer Blick auf das Down-Syndrom vor 1800

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dieser Episode in dem Buch “Touchdown“* ein schmales Kapitel mit eindrucksvollem Namen gewidmet: Die Unsichtbaren. Das trifft es sehr auf den Punkt. Die genetische Besonderheit des 3fachen 21. Chromosoms gab es schon immer. In der Kultur der Olmeken wurden Keramikfiguren ausgegraben die der Erscheinung nach sehr wahrscheinlich Menschen mit Down Syndrom darstellen, diese sind etwa 1400-1200 v. Chr. entstanden. Außerdem finden sich ein paar Skelette, die etwa aus der Zeit zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr. stammen. Außerdem tauchen sie manchmal auf Gemälden auf wie z.B. auf einem Bild das etwa 1515 entstand und von einem unbekannten Schüler von Jan Joes van Kalkar gezeichnet wurde. Es zeigt die nächtliche Anbetung des Christkindes und einer der anbetenden Engel hat, dem Aussehen nach, das Down Syndrom. Es gab sie also in unserer Mitte, dennoch werden sie in historischen Texten nicht benannt. Es gibt keine Texte aus denen hervor geht, dass es sich eventuell um Menschen mit Down Syndrom handeln könnte. Mir stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob es vielleicht einen speziellen Grund hat, dass Menschen mit Down Syndrom erst in einem Zeitalter im Kontext der Behinderung auftauchen, in dem auch Weston A. Price (1870 – 1948) mit seinen Untersuchungen bzgl. Karies beginnt.

Ein Zusammenhang zwischen den Ursachen von Karies und dem Auftauchen von Down-Syndrom als Behinderung?

Bereits in den 1930er Jahren begann man damit Menschen mit Down-Syndrom verschiedene Nährstoffe zu supplementieren. 1940 sind die Versuche von Henry Turkel bekannt Vitamine, Fettsäuren, usw. in hoher Dosierung zu supplementieren, er dokumentierte einige Erfolge. Ihm folgten weitere Programme mit Supplementen. Interessant daran ist, dass irgendwie eine Tendenz positiver Entwicklung sichtbar ist, durch die Steigerung der Nährstoffe. Trotzdem scheint sie diffus und nicht greifbar. An dieser Stelle möchte ich die historischen Nährstoffanalysen anbringen, die Weston a Price im Rahmen seiner Studien machte.

Nährstoffunterschied Weltdownsyndromtag
Tabelle aus dem Buch Karies heilen von Ramiel Nagel, S. 25

Er zeigte auf, dass eine traditionelle Kost gegenüber einer Modernen Kost das 10fache an fettlöslichen Vitaminen (A,D,E,K) und etwa das doppelte an Mineralstoffen beinhaltete. Unsere heutige Ernährungssituation hat sich zur damaligen Modernen Kost (von etwa 1900) nicht verbessert, ehr im Gegenteil.

Weston Price hat die Ernährung nie im Hinblick auf das Down-Syndrom untersucht, trotzdem finde ich seine Untersuchungen interessant.

Unsere persönlichen Erfahrungen mit einer traditionellen Ernährung und Down-Syndrom

Meine älteste Tochter hat sehr wahrscheinlich Down Syndrom. Wir haben nie einen Gentest machen lassen. Als sie etwa 1 Jahr alt war, haben wir angefangen unsere Ernährung umzustellen nach den traditionellen Prinzipien von Weston Price. Wir haben persönlich damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Unsere Tochter ist jetzt 3 Jahre alt und hat keine Entwicklungsverzögerung gegenüber gleichaltrigen Kindern ohne Down- Syndrom. Darüber sind wir natürlich sehr glücklich. Wir können nicht beschwören, dass es an unserer Ernährungsart liegt, dass sie ihr Potential so gut nutzen kann, aber ich merke deutliche Veränderungen an ihrer Aufnahme- und Lernfähigkeit, wenn unsere Ernährung episodisch schlechter wird und über ein paar Wochen weniger Nährstoffe enthält.

Aber ganz egal wie ein Mensch entwickelt ist und ob er Down-Syndrom hat oder nicht, sie alle gehören in unsere Mitte. Denn Menschen sind vielfältig, bunt und wunderbar. Wir wünschen euch Allen einen schönen Weltdownsyndromtag.

Weltdownsyndromtag
Unterschiedliche Socken als ein Zeichen der Vielfalt und Symbol des Weltdownsyndromtags

Wenn euch meine Arbeit gefällt und ihr sie unterstützen wollt, würde ich mich über eine Spende freuen

.

Plastikfrei Teil 1 – neue Trinkflaschen

Mit unserem zunehmend traditionellen Lebensstil und inspiriert durch die plastikfreie / plastikarme Ausstattung von Brian und Michaela ( Brian macht übrigens ganz ganz tolle Musik *), ist auch bei uns das Thema Plastikfrei mehr ins Bewusstsein gerückt. Wir wollen also nach und nach die Pastikartikel in unserem Haushalt gegen ihre plastikfreien Geschwister austauschen.

Neue plastikfreie Trinkflaschen für die Kinder

Aktuell hatten wir wieder ein besonders heikles Thema, Kindertrinkflaschen. Ich finde sie ganz praktisch während der Phase, in der kleine Kinder immer wieder ihr Gefäß ausschütten und man nicht den Nerv hat ständig hinter ihnen auf zu wischen, aber trotzdem das selbstbestimmte Trinken ermöglichen möchte. Leider findet man im herkömmlichen Offline-Shop nur Vollplastik-Trinklernflaschen. Diese hatten unsere Kinder jetzt kaputt bekommen und es stand eine Neuanschaffung an. Diesmal etwas langlebiges und möglichst plastikfrei.

Warum Purakiki * ?

Nach einiger Recherche im Internet bin ich auf die Pura Kiki* Flaschen gestoßen. Mir gefällt das System sehr, eine Flasche zu haben, die Mitwächst und nur durch ihre verschiedenen Aufsätze den Bedürfnissen angepasst haben. Wir haben uns für die Pura Sportflaschen* entschieden, diese fassen 500ml, das ist eine gute Größe, die die Kinder (1,5 und 3 Jahre) noch gut halten können, die in ihre Rucksäcke passt, in die Spülmaschiene und auch vom Gewicht in meiner Tasche noch angenehm ist. Die Flaschen sind aus Edelstahl, was mir sehr wichtig war, dass ich Aluminium an unseren Lebensmitteln vermeiden möchte. Außerdem sind wohl Aluflaschen innen immer nochmal mit einer Plastikschicht überzogen, was wieder nicht zu meinem platikfrei – Anspruch gepasst hätte. Die Flaschen werden mit einem Sporttrinkaufsatz geliefert, der mir sehr gut gefällt, das trinken ist sehr angenehm. Allerdings ist mir aufgefallen, dass man das Silikon des Aufsatzes schon riecht und es nach einem Mal Spühlmaschiene auch noch nicht weg ist. Für die Kinder haben wir zusätzlich noch jeweils einen Strohalmaufsatz, einen Trinklernaufsatz und für Krankheitsfälle wie die Grippe vor kurzem, noch den Babysaugeraufsatz. Alle Aufsätze sind aus medizinischem Silikon und frei von BPA und Co.

Mein Fazit zu den neuen Flaschen

Der Stohalm- und der Trinklernaufsatz sind beide Auslaufsicher wenn die Flasche liegt oder auf dem Kopf steht, was mir fürs Auto sehr wichtig war, da ich so die Kinder beim trinken und mit der Flasche hantieren, nicht im Blick habe. Meistens trinken die Kinder derzeit aus dem Strohalmaufsatz, allerdings kauen sie in den Trinkpausen intensiv auf dem Sauger herum. Äußerlich hat er keine Beschädigungen durch das kauen, aber die kleinen Membranen die den Auslaufschutz gewähren haben der Belastung nach zwei Tagen nicht mehr stand gehalten und Risse bekommen. Das ist schade, aber in meinen Augen nicht weiter verwunderlich. Wenn die Phase des intensiven kauens vorbei ist, werden wir wohl neue Trinkhalmaufsätze anschaffen, zum Glück ist das Silikon vollständig recyclet werden. Leider sind die Aufsätze mit knapp 9€ das Stück recht teuer.

Alles in allem bin ich mit den Flaschen bisher sehr zufrieden und kann sie weiter empfehlen 🙂

*Werbung aus Überzeugung, ich habe kein Geld dafür bekommen und alles selbst gezahlt.