Sauertreig
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Der erste Sauerteigansatz

Ich habe in meinem Kühlschrank zwei verschiedene Sorten Sauerteig, für zwei verschiedene Anlässe.

Der erste, und am häufigsten benutzte, Sauerteig ist mein Roggensauerteig. Ihn brauche ich zum Brot backen.

Außerdem habe ich noch einen Weizensauerteig. Davon hab ich immer recht viel da, denn wenn ich z.B. mal Pfannkuchen mache, dann gebe ich gleich sehr viel Weizensauerteig dazu und habe so schnell viele gute Bakterien in meinem Teig, die z.B. Phytinsäure für mich abbauen.

Aber wie macht man einen Sauerteigansatz? Das ist wahrlich kein Hexenwerk und braucht nur Zeit.

Sauertreig
Dieses Bild ist nur eine visuelle Unterstützung. Ihr müsst nicht beunruhigt sein, wenn euer Sauerteigansatz nicht so heftig Blubbert. Ein paar kleine Bläschen sind ausreichend.

Tag 1 – Ich beginne mit 100g Mehl und 100ml handwarmem Wasser ( bei Mehl mit hoher Typzahl darf es gern mehr Wasser sein, die genaue Menge ist nicht so wichtig, Hauptsache alles hat eine schöne, breiige Konsistenz). Beides vermenge ich gut und lasse es abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen.

Tag 2 – Wieder gebe ich meinem Ansatz ca. 100g Mehl und 100ml handwarmes Wasser dazu bis wieder eine breiige Konsistenz entsteht. Mit ein bisschen Glück könnt ihr schon die ersten kleinen Bläschen sehen, die Zeigen dass euer Sauerteig lebt. Wieder bleibt der Ansatz bei Zimmertemperatur stehen.

Tag 3 – Erneut füttert ihr euren Ansatz mit 100g Mehl und etwa 100 ml handwarmem Wasser zu einem schönen Brei. Euch sollte auffallen, dass der Tag beim füttern eine festere Konsistenz hat als 24 Stunden später. Das liegt daran, dass beim säuern auch das Gluten aufgespalten wird. Jetzt solltet ihr kleine Bläschen in eurem Ansatz erkennen, wenn nicht, stellt den Ansatz nach dem füttern noch etwas wärmer. Ihr könnt auch ohne Probleme einen zusätzlichen Tag anhängen.

Ein junger Sauerteig ist zunächst noch nicht so Triebstark, deshalb empfielt es sich beim ersten Brot noch Hefe mit in den Teig zu geben. Aber achtet darauf, dass euer abgenommener Ansatz vom Vorteig ohne Hefe ist.

Wenn ihr euren Sauerteigansatz nicht braucht, dann könnt ihr ihn gut im Kühlschrank aufbewahren. Wer allerdings selten Brot backt, für den macht es Sinn seinen Sauerteig einmal die Woche zu füttern, damit er nicht an Triebkraft verliert.

Mit der Zeit wird so ein Sauerteig zu einem liebgewonnenen Familienmitglied, mein Sauerteig heißt übrigens Rüdiger ( der Roggensauerteig) und ich freu mich immer wenn er nach dem füttern fröhlich vor sich hin blubbert 🙂

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