Karies – Ursachen und Prävention

Wie nahezu Alles in unserem Körper haben auch Zähne die Fähigkeit sich selbt zu reinigen und zu spülen. Auf diese Weise können sie sich selbst vor Karies schützen. Mehr noch, durch diesen Mechanismus können Zähne sich selbst remineralisieren.

Wie kann ein Zahn sich selbst reinigen?

Um diesen Vorgang zu verstehen, ist es wichtig sich die Oberfläche eines Zahns genauer anzusehen.

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von humanem Zahnbein (Dentin) mit Zahnkanälchen zum Schutz vor Karies
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von humanem Zahnbein (Dentin)

Quelle: https://www.karex.com/de-de/zahnpflege/zahnaufbau/ Stand: März 2019

Anmerkung: Ich empfehle die Seite Karex und ihre Produkte nicht, ich finde lediglich die Aufnahme des Dentins gelungen.

Jeder Zahn besitzt etwa 3 Millionen Zahnkanälchen. Diese Kanäle sind mit einer sehr nährstoffreichen Flüssigkeit gefüllt, die unter anderem auch zahnbildende Zellen, Nerven und Bindegewebe enthalten. Diese zahnbildenden Zellen ernähren das Zahnbein und den Zahnschmelz. Außerdem pumpen sie die nährstoffreiche Flüssigkeit durch die Zahnkanäle. Durch diesen Flüssigkeitsstrom wird der Zahn gespültt, von schädlichen Substanzen greinigt und gleichzeitig mineralisiert. Das ist an sich der optimale Schutz vor Karies.

Warum bekommen wir trotzdem Karies?

Die Ohrspeicheldrüse in unserem Unterkiefer reguliert den Fluss der nährstoffreichen Zahnflüssigkeit. Unter Anderem als Folge von schlechter Ernährung kann das Signal der Ohrspeicheldrüse zum Fluss der Zahnflüssigkeit nicht richtig umgesetzt werden und der spülende Effekt kehrt sich um. Dadurch können sich Essensreste auf den Zähnen ablagern und gemeinsam mit dem Speichel in den Zahn gezogen werden.

Der Zahnarzt, Dr. Ralph Steinmann, der diesen Vorgang genauer untersuchte, stellte fest, dass die Mineralien Magnesium, Kupfer, Eisen und Mangan am Stoffwechsel für den korrekten Fluss der Zahnflüssigkeit beteiligt sind. Kann diese Flüssigkeit nicht mehr fließen, dann fehlen also diese Mineralien.

Die aktuelle Defintion von Karies als bakterielle Infektionskrankheit wird diesem Vorgang also nicht gerecht, denn ein gut ernährter Körper kann sich mühelos gegen diese Bakterien zur Wehr setzen.

(Quelle: “Karies heilen” von Ramiel Nagel, S. 34)

Hilft es, wenn ich mir gründlicher die Zähne putze?

Wenn ein Zahnschmelz schwach, aber intakt ist kann es einen minimalen Einfluss auf die Prävention von Karies haben, die Zähne zu putzen. Trotzdem ist es nicht so effektiv, dass das gewaltsame Zähneputzen von z.b. Kindern zu empfehlen wäre.

Bei schlecht angelegtem Zahnschmelz wie z.B. bei MIH/Kreidezähnen/Schmelzdefekten, verursacht das Zähneputzen oft große Schmerzen. In diesen Fällen richtet das Putzen in der Regel mehr Schaden an als es nutzt und beschädigt den Schmelz zusätzlich.

Was kann ich sonst tun um meine Zähne zu stärken?

Die Haupteinflussfaktoren für gesunde Zähne und eine gute Funktion der Ohrspeicheldrüse ist die Ernährung. Eine traditionelle Ernährung die reich an den fettlöslichen Vitaminen E,D,K2 und A ist, hat sich bei der Prävention vor Karies und Remineralisierung beschädigter Zähne bewährt. Hierfür könnt ihr euch an meinen Rezepten orientieren.